Wie ich meine Schreibblockade überwunden habe

Vor ein paar Wochen habe ich darüber geschrieben, dass es mir schwer fällt, Texte zu schreiben. Ich fand weder die richtigen Worte, noch konnte ich Sätze, die einen Sinn ergeben, bilden. Als ich mit einem Freund darüber sprach, sagte der mir, dass John Lennon den Song Nowhere man in so einer Situation geschrieben hat und brachte mich schließlich auf die Idee, einen Beitrag über meine Schreibblockade zu schreiben. Und diese Idee finde ich gut. Sehr gut. Wer hat denn mal nicht so eine Phase, in der einem die Worte ausgehen?

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Ich habe für mich rausgefunden, dass ich zum Schreiben einen klaren Kopf, gute Musik und Ruhe brauche. Sowie einen Platz, an dem ich mich wohl fühle. Ich kann nicht schreiben, wenn die falsche Musik, oder auch gar keine im Hintergrund läuft. Genauso wenig kann ich schreiben, wenn mich alle zehn Minuten jemand anspricht, oder wenn meine Gedanken ganz woanders sind.
Ich schreibe viel in Zügen, auf meinem Balkon oder ganz klassisch, an meinem Schreibtisch, der meistens im Chaos versinkt, oder versinken muss, damit ich mich wohl fühle. Und immer, immer, immer mit Stift, auf Papier. Ich könnte nie etwas auf dem Handy vorschreiben, weshalb ich meistens auch immer irgendeinen Notizblock und Stift dabeihabe. Also, sucht euch bloß einen Ort, andem ihr euch wirklich konzentrieren und euch auch wohl fühlt. Sonst hat alles überhaupt keinen Sinn.

Ich habe im Moment ziemlich viel Chaos um mich herum. Mein Kopf ist voller Dinge, über die ich am liebsten gar nicht nachdenken möchte. Trotzdem kann ich sie nicht einfach so ignorieren. Ich würde sogar behaupten, dass sie im Moment mein komplettes Leben bestimmen. Jedes Mal, wenn ich vor meinem Laptop saß und einen Beitrag tippen wollte, saß ich am Ende vor einem leeren Dokument und dachte über diese Dinge nach, bis ich ihn letztendlich zuklappte.
Ich habe mich vor ein paar Tagen hingesetzt und mehrere Seiten voller Gedanken geschrieben. Am Anfang kam ich mir wirklich etwas doof vor, aber mit der Zeit hat alles einen Sinn ergeben und am Ende hatte ich einen halbwegs klaren Kopf. Letztendlich habe ich mir nicht nur alles von der Seele geschrieben, sondern hatte dazu auch noch einen ziemlich langen und zu meinem Wunder, auch einen einigermaßen gut geschriebenen Text.

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Alle meine tiefgründigeren Beiträge entstehen zwischen 23:00 und 01:00 Uhr. Ich weiß nicht, woran das liegt. Vielleicht weil ich zu dieser Zeit eher melancholisch bin und immer alles hinerfrage. Manchmal, wenn ich gut bin, kann ich auch nachmittags schreiben, aber in einer Phase, wo mir die Worte nicht so zufliegen, ist es fast unmöglich. Ich denke, dass jeder von euch so Zeiten am Tag hat, wo es einem schwerer und leichter fällt. Diese Uhrzeiten, es mag jetzt vielleicht doof klingen, haben mir aber auch unglaublich weitergeholfen.

SONGS ZUM SCHREIBEN

Kommentare

  1. Mir gehen die Worte immer aus, wenn ich glücklich bin. Wenn ich trautig oder melancholisch bin, bin ich am kreativsten :) Ich liebe deine Texte!

    Alles Liebe www.bohemianloverbabe.blogspot.de

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    1. Das ist bei mir meistens genau andersherum, haha.
      Und vielen lieben Dank! :-)

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    2. Genau das selbe Phänomen herrscht bei mir auch :D
      wirklich schöner Beitrag und interessanter Blog!
      Liebe Grüße Caro
      von www.ouiouimarie.de

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  2. Ein sehr schöner Beitrag, ich kenne das Gefühl auch :)
    Viele Grüße
    Juli von JuliJolie

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  3. Es heißt ja, wenn einem zu viele Gedanken im Kopf herumschweben und man ständig von diesen abgelenkt wird, soll man das einfach mal aufschreiben. Wie in einem Tagebuch die Gefühle runterschreiben. Das finde ich das Schlimme an einer Schreibblockade, ich finde nicht die Wort über meine Gefühle zu schreiben und fang nur noch mehr an sie in mir zu verstecken.

    Ich glaube auch wieso man nachts so schön schreiben kann, kommt daher, weil alles um einen rum, zur Ruhe kommt, die Welt geht schlafen, man beendet den Tag und findet irgendwie symbolisch ein Ende. Man kann sich gut von Gedanken befreien nachts und neue entstehen lassen, weil sie von nichts mehr beeinflusst werden können :)

    xx
    Josie / Warm Winters Blog

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    1. Vielen Dank für dein Kommentar! :-)
      Ich habe in so einer Situation auch immer meine Probleme die richtigen Worte zu finden.
      Und deine Erklärung, warum man nachts gut schreiben kann klingt für mich total logisch.

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  4. Schreibblockade? Das klingt aber blöd... und ich bin froh, dass ich sowas schon ewig nicht mehr hatte.

    Also ich brauche zum Schreiben auch Ruhe und vorzugsweise Musik... unter Zeitdruck oder wenn ich schon 10 Stunden Vorlesungen hinter mir habe, bringe ich auch nichts zu Stande. Und morgens schreibe ich interessanterweise besser als abends und nachmittags.
    Wenn ich schreibe, bin ich also fast immer allein und das ist gut so. Wer kann schon zusammenhängend schreiben, wenn immer wer dazwischenredet?

    Im Zug schreibe ich auch viel - vor allem meine Urlaubsberichte entstehen auf der Heimfahrt. Aber im Gegensatz zu dir mag ich Tastaturen lieber... Laptop ist super, aber das Handy oder neuerdings mein Tablet reicht mir auch.

    Gedanken aufschreiben hilft mir auch oft - allerdings landen die bei mir nicht auf Papier, sondern in Whatsapp an meine Schwester oder eine Freundin oder Mama.

    Dass du zwischen 23:00 und 1:00 die tiefgründigen Dinge schreibst, klingt für mich nachvollziehbar, weil ich früher beim nächtlichen Chatten auch um diese Uhrzeit die tiefgründigsten Gespräche führte. Aber heute schlafe ich um die Zeit als Frühaufsteher eher, was ich manchmal sogar schade finde.

    Also: Gratuliere dir zum Überwinden der Blockade!

    Liebe Grüße

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    1. Da kannst du aber wirklich froh sein. Es ist schrecklich!

      Wenn die Zeit einem im Nacken sitzt kann ich auch überhaupt nicht schreiben. Und wenn doch, dann nur wirklich schlechte Texte.

      Oh ja, Urlaubsberichte schreibe ich meistens auch immer auf der Heimfahrt, da die Erlebnisse dann noch so "frisch" sind. Und ich es immer noch einmal schön als Abschluss finde, alles noch einmal zu durchdenken und aufzuschreiben.

      Oh das nächtliche Chatten, zu den ICQ Zeiten war herrlich! Allgemein finden nachts die besten Gespräche statt. Und normal bin ich auch der totale Frühaufsteher, aber im Moment bekomme ich gar keinen Rhythmus rein.

      Liebe Grüße und dir einen schönen Sonntag! :-)

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  5. Ich habe auch immer das Gefühl dass ich am besten einen Ort zum schreiben brauche an dem ich mich wohlfühlen.. das geht für mich nirgends besser als in einem niedlichen Café wo ein Soja Latte das einzige ist was mich ablenken könnte.. <3 diese Cafebesuche machen mich einfach glücklich.. :) Und das mit dem schreiben in der Nacht bei dir kann ich auch nachvollziehen.. oft habe ich selbst meine friedlichsten und zufriedensten Stunden irgendwann um halb drei??

    Alles Liebe, Lea von http://leachristind.blogspot.com

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    1. In Cafés wäre ich zu abgelenkt von den Menschen glaube ich, haha. Aber vielleicht habe ich auch nur noch nicht das Richtige gefunden.

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  6. vielen dank für deinen kommentar! solche worte braucht man einfach, wenn man sowas gerade frisch durchziehen möchte. ganz viel dankbarkeit (und lust aufs schreiben) an dich.

    liebste grüße, laura von
    http://dthreeasixyfives.blogspot.de

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  7. Was für einme tolle Inspiration von deinem Freund :) Ich brauche auch immer gute Musik wenn ich am schreiben bin :)

    Ganz liebe Grüße - Marlena von http://sparklingmind.de/

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    1. Ja, Musik ist wirklich das A und O! :-D

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  8. Es freut mich, dass du für dich herausgefunden hast, wie du mit deiner Schreibblockade umgehen kannst :)
    Ich kenne es leider viel zu gut, wenn ich zu lange an meinem Blog arbeite vergeht mit die Lust und ich schalte ab und kann kaum etwas sinnvolles verfassen. Deswegen gönne ich mir auch mal ein paar Tage Auszeit. Mir hilft es sehr, denn so habe ich mal zwei, drei Tage, an denen ich sehr gerne etwas schreiben würde und an nichts anderes denken kann :)
    Ich hoffe, dass du weiterhin solche inspirierenden Beiträge verfasst, denn es zeigt, dass man nicht allein ist, wenn man selbst eine Schreibblockade hat :) Ich danke dir!

    Liebe Grüße und ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
    magdaeva von https://lifestylemeetsmagdaeva.blogspot.de/

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    1. Ja, die Erfahrung habe ich auch schon gemacht. Bei mir ist es nur nicht so, dass mir die Lust vergeht, sondern manchmal denke ich einfach zu viel nach und dann geht nichts mehr, haha. Und die paar Tage Auszeit sind wichtig! Die lege ich auch immer mal wieder ein.

      Und vielen lieben Dank! :-)

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  9. Ein sehr schöner Beitrag !
    Ich stehe zur Zeit am Ende des zweiten Bandes der Reihe, an der ich schreibe, und in mir ist so eine "Ich kann doch ein Projekt, an dem ich seit 1 1/2 Jahren arbeite nicht beenden"-Blockade, auch wenn ich den zweiten Band danach noch überarbeiten muss, genauso wie meinen Zusatzband, aber ich komme aus dieser Blockade nicht raus. Selbst jetzt, wo mir eine neue Schreibidee gekommen ist, ist die Blockade noch da, aber in einer "Dann schreibe ich jetzt erst meine neue Schreibidee .. und dann habe ich die letzten drei Kapitel immer noch vor mir"-Form. Ugh. Normalerweise hilft es mir beim Schreibblockaden immer, spazieren zu gehen, dabei inspirierende Musik zu hören und mir das, was ich schreiben möchte, sei es eine Geschichte oder ein Blogbeitrag, vor Augen zu führen. DAnn klappt es danach meistens wieder :-)
    Liebst, Lea.

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    1. Vielen Dank! :-)
      Dieses "Ich will nicht, dass es endet" kenne ich. Und es ist schrecklich. Einerseits ist man total stolz auf sich, aber andererseits ist es einfach nur schrecklich! Ich hoffe, dass deine Blockade sich bald lösen wird!

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  10. Wow, so ein fantastischer Blogbeitrag!!! Mir geht es da manchmal ganz ähnlich wie dir. Manchmal findet man einfach nicht die richtigen Worte, um sich auszudrücken, obwohl man es doch so gerne möchte. Das ist teilweise wirklich ganz schön deprimierend. Aber das gibt es einfach... man kann nicht immer hochproduktiv sein. Manchmal gibt es einfach ein Tief, aber bald darauf kommt auch wieder ein Hoch! Das mit der Musik ist wirklich ein super Tipp, mir geht es da genau gleich. Mit Musik und mitten in der Nacht entstehen oft die allerbesten Blogbeiträge :) Alles Liebe!

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  11. Ein ganz toller Beitrag! Vielen Dank dafür, sehr sehr spannend. Du hast einen fabelhaften Blog :)

    Gaaanz viel Liebe, Katrin
    www.octobreinparis.de

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  12. Toller Beitrag, liebe Anna :)
    Manchmal hilft es wirklich einfach alles mal aufzuschreiben und sich vor Augen zu führen was einem im Kopf so rumschwirrt. :)

    Liebe Grüße,
    Alina von http://alinapunkt.blogspot.de/

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    1. Vielen Dank!
      Oh ja, auch wenn man sich am Anfang etwas doof dabei fühlt, haha.

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  13. Mir geht es genau so, meine Gedanken nieder schreiben kann ich - aber wenn dann nur mitten in der Nacht wenn ich alleine bin und deshalb nicht einschlafen kann/möchte. ♡

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  14. Das freut mich und klingt schonmal gut!
    lles Liebe, Marie💗
    http://mariedyness.blogspot.de/

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